Donnerstag, 17. Januar 2019
Schwarzes Prisma
Ich bin wirklich kein Mensch, die so richtig gerne Hörbücher hört. Nicht nur, weil ich beim Lesen einfach gerne ein Buch in der Hand halte und im Allgemeinen Bücher mag. Besonders wenn es komplexer wird, blättere ich ganz gerne zurück an gewisse Stellen, falls ich doch mal den Faden verlieren sollte. Zudem hängt es immer sehr vom Sprecher ab, wie interessant es letztendlich wird. Der Hauptgrund, weshalb ich zwischenzeitlich doch recht regelmäßig zu Hörbüchern greife, ist nun mal der Sport. Mir wäre es da einfach zu langweilig, wenn ich mich nicht nebenher von einem guten Buch berieseln lassen könnte.
Mir scheint die Licht-Saga von Brent Weeks eine richtig gute und spannende Reihe zu sein. Der Sprecher Bodo Primus versteht sein Handwerk, haucht den einzelnen Charakteren mit unterschiedlicher Sprechweise eine eigene Persönlichkeit ein und trägt einem das Buch auch allgemein Lebhaft vor. Das Gesamtpaket hält mich somit ordentlich bei Laune.
Ich mochte schon die Schatten-Trilogie von Brent Weeks. Aber seine neue Reihe scheint noch um einiges besser zu sein und unterscheidet sich deutlich von der Vorherigen. Die Magie ist neu, faszinierend und durchdacht. Die Charaktere sind, je nachdem, auf welcher Seite sie stehen, sympathisch oder auch nicht. Vor allem sind sie aber glaubwürdig und Weeks beschreibt sie gekonnt, sodass man sie sich sehr gut vorstellen kann.
Auch sonst würde ich sagen, Weeks versteht sein Handwerk und weiß, was er tut. Anfangs hatte ich befürchtet, dass es, ähnlich wie "Der Weg der Könige" von Brandon Sanderson, ein Erzählbuch wird. Mehrere und stellenweise längere Passagen, wo etwas erklärt und beschrieben wird. Das fand ich bei Sanderson ermüdend, nervig und mit der Zeit anstrengend. Aber nicht so bei Weeks. Ja, es ist notwendig, dass man dem Leser (oder Zuhörer) erst mal erklärt, worum es geht und wie die Charaktere zusammen gehören. Aber es ist immernoch in einem Maß, der einen nicht ungeduldig auf das Ende der Litanei warten lässt.
Zudem weiß auch der Sprecher, was er tut und was von ihm erwartet wird. Wenn ein Charakter gelangweilt ist, bekommt man einen etwas gelangweilten Unterton zu hören. Ist ein Charakter amüsiert, wird auch mal kurz aufgelacht und auch die Stimme klingt durchaus amüsiert. Genau so soll es sein. Und was mir an der neuen Reihe von Weeks besonders gefällt ist, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Immer wieder, auch in ernsteren Situationen, kann etwas komisches passieren oder es wird etwas komisches gesagt. Normalerweise von einem der Hauptcharaktere namens Kip, der partout seine Klappe auch in den unmöglichsten Situationen nicht halten kann.
Das Buch ist spannend und voll von unerwarteten Ereignissen. Vieles wird nur in kleinen Häppchen aufgedeckt und immer wieder sorgt eine Überraschung für neue Spannung. Ich freue mich auf Teil 2 und ich muss zum Glück nicht darauf warten.
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