Montag, 3. September 2018
Die Sturmbezwingerin
Und wieder Sarah J. Maas - diesmal (für mich) in Rekordzeit gelesen. Ungefähr 840 Seiten in gut 3 Tagen. Da hat sie wieder mal ein Buch für ein Lesemarathon hingelegt. Einen guten Film schaut man ja auch nicht unbedingt gestückelt an.
Zugegeben, da es Teil 5 der Reihe ist und ich Teil 6 auf Englisch schon gelesen hatte (welches quasi parallel zu Teil 5 als eigene Geschichte stattfindet), waren ein paar Schlüsselszenen für mich nicht ganz so überraschend (vor allem das Ende). Aber das ist nicht so schlimm. Denn die Reihe lebt für mich nicht mehr durch das Schicksal der Hauptprotagonistin, sondern der weiteren Haupt-/Nebencharaktere.
Wieder schreibt SJM fesselnd, wobei ich momentan am Überlegen bin, ob ich mir die Romane lieber doch noch auf Englisch zulegen soll. Die Übersetzung lässt einen über manch einen Satz stolpern, den man im Deutschen sicherlich besser schreiben könnte (wenn z.B. in einem einzelnen Satz 3x 'hatte' vorkommt, dann liest sich das im Deutschen nicht gerade prickelnd).
Es wird Zeit, dass diese Reihe zum Abschluss kommt und meines Wissens nach ist mit Teil 7 tatsächlich Schluss mit "Throne of Glass". Obwohl ich das Buch gerne gelesen habe, ich es im Grunde kaum erwarten konnte, die einzelnen Plots zu verfolgen samt der Entwicklung der Charaktere (wenn auch manche wieder ein wenig vorhersehbar), ist nun eindeutig ein Ende in Sicht und es wäre vollkommen unnötig, es weiter in die Länge zu ziehen. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass die Reihe zu lang ist. Absolut nicht.
Celaena Sardothien/Aelin Galathynius ist wahrlich ein arrogantes Miststück. Ich weiß gar nicht, wie oft ich das Gefühl hatte, dass dieses Gör einfach mal ordentlich übers Knie gelegt werden sollte. Aber wer sagt, dass man einen Hauptcharakter mögen muss? Zugegeben, ich habe eine Weile gebraucht, um das zu verinnerlichen. Normalerweise ist es ja so, dass man mit den Hauptcharakteren mitfiebert, mitleidet, mitfühlt, etc. - man mag sie und möchte, dass es doch irgendwann zum Happy End führt.
Das Happy End ist hier jedoch für manche Protagonisten recht ungewiss und im Fandom war schon zu lesen "vergesst nicht, SJM ist nicht G. R. R. Martin" - der bekanntlich über Leichen geht und in dieser Hinsicht selbst die Hauptcharaktere nicht verschont. Dass Teil 7 nicht alle überleben werden, ist zwischenzeitlich jedoch bekannt und bestätigt.
Bei Aelin passt der Spruch "gut gemeint heißt nicht gut gemacht" wie die Faust aufs Auge. Die Geheimnistuerei treibt ihre Mitstreiter oft auf die Palme und obwohl sich recht häufig herausstellt, dass ihre Pläne nicht ganz so verkehrt sind, wäre manches wohl besser verlaufen, wenn sie diese mit Anderen teilen würde. Wobei auch hier manche Geschehnisse in den vorherigen Teilen ihren Anfang fanden und sich über einen größeren Zeitraum entwickelten.
Stellenweise frage ich mich bei SJM, wie viel sie schon über die bisherigen Teile voraus plante, denn manches Geschehene macht erst jetzt richtig Sinn. Die gesamte Reihe nochmal zu lesen, ist bestimmt nicht verkehrt. Die einzelnen Teile sind dermaßen miteinander vernetzt, dass es absolut spannend ist herauszufinden, welcher Stein wohl wann ins Rollen kam. Somit spricht gerade einiges dafür, sich die Romane auch auf Englisch zuzulegen.
Was mir bei der Autorin jedoch einen ziemlichen Dämpfer verpasst, ist an manchen Stellen eine (ich nenne es mal) Einfallslosigkeit bezüglich mancher Geschehnisse in ihren Romanen. Es gibt ein paar Parallelen in den "Throne of Glass" und "Court of" Reihen, die meiner Ansicht nach die Individualität der Reihen stören.
Zwei Beispiele:
1. In "Court of" wird die Sache mit den Seelengefährten wahrlich bis aufs Äußerste ausgereizt. Es hätte nicht geschadet, wenn man das Band zwischen Aelin und Rowan anders benannt hätte, als wieder "Seelengefährten". Gibt es wirklich keine anderen Bänder, als immer nur Seelengefährten?
2. In "Court of" kehrte Feyre von den Toten zurück... dann auch Rhys (gähn)... und dann im Prinzip das gleiche Drama um Chaol in "Throne of Glass". Echt jetzt? Dramen sind ja schön und gut und gehören dazu. Aber diese Dramen lutschen sich recht schnell aus und sind Reihenübergreifend einfach zu viel.
Ja, ich bin sehr gespannt auf das Finale von "Throne of Glass" und gehe davon aus, dass es einige Überraschungen geben wird. Wobei ich momentan nicht das Gefühl habe, dass ich die Deutsche Ausgabe nicht abwarten kann. Bis ich mit den Romanen durch bin, die ich sonst noch lesen möchte, wird die Übersetzung bestimmt bald erscheinen.
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